Wenn ich zu wählen hätte unter den vielen Bergen der Unsterblichen, die Tessai gemalt, ich würde mich für die "Gefilde weisen Entzückens" entscheiden. Sie liegen auf mächtig getürmtem Felsengebirge. Von der Steilwand stürzt der Wasserfall; es eilt der Bach über die glatte Haut der Steine. Pavillons und Klausen sind auf die Klippen gesetzt; hier und da erheben sich einige Bäume. Von Menschen nirgends eine Spur, und nur das Meer ist zu hören, wie es den Saum der riesigen Felsenbühne wäscht. Sich vorzustellen, es schiene der Mond auf diese unbewohnte, letzte Utopia, - welch grenzenlose Einsamkeit! Als wäre so das Reich der Toten. Tessai aber, seines Alters siebenundachtzig Jahre, malte den Eremitenberg, um keinem sonst den Zutritt zu gestatten. Um unbemerkt in tiefer Nacht, vom Mondlicht übergossen, selber in ihn einzutreten.